freie trauung Jens Hermanski

Hochzeitsredner – Jens Hermanski

 

Wie kam es dazu, dass Sie nun als Hochzeitsredner tätig sind?

Ich stand viele Jahre an der Spitze von Verbänden und habe dort, wie auch im beruflichen Umfeld als Unternehmer und Berater, oft öffentlich gesprochen. Das hat mir viel Spaß gemacht und in unzähligen Ausschuss- und Delegationsleitungen, Moderationen und Reden habe ich viel Erfahrung in Rhetorik und Eloquenz gesammelt. Auch habe ich im familiären Umfeld auf Hochzeiten von Freunden gesprochen und Grabreden gehalten.

Ich hatte schon immer Interesse an Emotionen, deren Beweggründen und Intentionen und außerdem an den Möglichkeiten, dies alles in Worte zu fassen. So musste ich nicht lange überlegen, als Ralf Elcheroth, den ich seit Jahren enger Zusammenarbeit bei den Wirtschaftsjunioren Augsburg kenne, mich in sein Team holen wollte. Schließlich war das die unerwartete Möglichkeit, eine Passion zum Beruf zu machen.


Worin sehen Sie die Vorteile einer freien Trauung und worauf legen Sie ganz persönlich viel Wert, wenn Sie ein Paar trauen dürfen?

Den größten Vorteil bei einer freien Trauung sehe ich darin, dass wir uns wirklich auf die betreffenden beiden Menschen einlassen können, ohne sie in die Schablonen von Liturgie und Dogmen pressen zu müssen. Wir können uns darauf konzentrieren, ganz individuell eine Zeremonie zu halten, die diesen beiden Liebenden gerecht wird. Dies gibt dem Paar die Möglichkeit, ein Zeichen der Zusammengehörigkeit vor ihrer Familie und ihren Freunden zu setzen, das sie und ihre Geschichte widerspiegelt.

Ich möchte nochmals klarstellen, dass ich mich hier nicht gegen die kirchliche Trauung ausspreche. Denn wir betreuen ja Paare, die entweder nicht kirchlich heiraten dürfen oder aus den unterschiedlichsten Gründen für sich bewusst entschieden haben, sich nicht in der Kirche trauen zu lassen.
Meiner Meinung nach hat aber jeder ein Recht darauf, mit einer Trauungszeremonie dieses besondere emotionale Zeichen zu setzen. Und dass Sie diesen besonderen Moment dann nach ihren Vorstellungen erleben können, ist meine Aufgabe und Passion.


Was fällt Ihnen spontan ein, wenn man Sie nach dem schönsten Moment einer Ihrer Trauungen fragt?

Den schönsten Moment kann ich jetzt gar nicht nennen, denn jede Trauung hat irgendwie ihr eigenes Highlight. Ganz besonders ist für mich aber der schmunzelnde, versonnene Blick der Anwesenden, wenn ich über das Paar und deren Liebe spreche. Dieser Ausdruck von „Ja, genau so ist es“ zeigt mir, dass unsere Vorbereitungen erfolgreich waren und ich freue mich, dass ich das Paar richtig widerspiegeln konnte. Solche Momente erschaffen zu dürfen macht diese Tätigkeit zu etwas ganz Besonderem.


Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Dass sich Paare auch nach Jahren noch gerne an unsere Trauungen erinnern und wir uns zu Jubiläen und vielleicht einer Erneuerung des Eheversprechens wiedersehen. Das würde mich sehr freuen.

Was können Sie allen Paaren mit auf den Weg geben, die kurz vor einer Hochzeit stehen?

Nicht stressen lassen und nicht meinen, alles alleine stemmen zu müssen. Es kann eine große Entlastung bringen, Familie und Freunde in die Vorbereitungen mit einzubinden, und sei es nur bei kleinen, aber zeitintensiven Dingen. Dann ist auch die Frage des zeitlichen Vorlaufs nicht mehr so drängend.

Und nehmt euch unmittelbar nach der Hochzeit ein paar Tage Zeit für euch. Fahrt weg und verarbeitet das schöne Erlebnis gemeinsam. Da reichen ein paar Tage in Wien oder am Gardasee. Aus meiner Sicht ist aber nur ein Trip unmittelbar nach diesem besonderen Tag eine Hochzeitsreise, in die man diese ganzen Emotionen mitnehmen und genießen kann. Einer späteren großen Reise, mag sie noch so großartig sein, gebe ich zwar den Titel „Hochzeitsreise“, aber sie kann niemals diesen besonderen Zauber haben wie die ersten Tage nach der Zeremonie, wenn diese tiefe Erkenntnis kommt, dass man jetzt Mann und Frau und so richtig echt verheiratet ist.

Nach meiner eigenen Hochzeit kamen wir erst morgens um halb fünf nach Hause und gegen Mittag sind wir dann mit dem Auto in Richtung Wien gestartet. Ich war so müde, dass ich dachte, ich komme nie mehr an und mein Kaffeeverbrauch während der Fahrt schien nahe dem des Benzins. Aber diese fünf Tage in Wien gehören zu den intensivsten, die wir als Paar bisher erlebt haben.

Sie wünschen sich eine persönliche und einzigartige Hochzeit?

 

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